Ein Sidekick, der im Hintergrund eine längere Aufgabe erledigt, soll dich nicht dabei beobachten müssen, wie er in deinen offenen Tabs herumklickt. Dafür braucht er einen eigenen Ort zum Arbeiten. Die Idee: ein isolierter virtueller Arbeitsplatz pro Auftrag – mit eigenem Browser, eigenen Dateien und den Werkzeugen, die die Aufgabe braucht.
Zielbild
Für einen Hintergrundauftrag öffnet LastBrowser eine virtuelle Maschine, in der ein Sidekick arbeitet. Darin stehen ihm ein Browser, ein eigener Dateibereich und ausgewählte Werkzeuge zur Verfügung. Deine aktiven Tabs bleiben unberührt. Ergebnisse und Arbeitsprotokoll bleiben für dich einsehbar, damit du nicht blind vertrauen musst.
Der Arbeitsplatz ist nicht dazu da, den Bildschirm zu übernehmen. Er ist ein abgetrennter Raum, in dem der Sidekick Schritte ausführt, Seiten liest, Dateien ablegt und Zwischenstände sammelt. Am Ende bekommst du ein Ergebnis und eine nachvollziehbare Liste, was passiert ist.
Warum
Zwei Dinge sprechen dafür. Erstens die Sicherheit: Wenn ein Sidekick im Hintergrund arbeitet und dabei selbstständig handelt, will man ihn nicht direkt an den eigenen Ordner, das eigene Konto oder die offene Sitzung lassen. Eine abgeschottete Umgebung begrenzt, was schiefgehen kann.
Zweitens die Transparenz. Hintergrundarbeit ist nur dann angenehm, wenn man nachvollziehen kann, was der Sidekick getan hat. Ein sichtbares Arbeitsprotokoll und ein Ergebnis, das man prüfen kann, sind der Unterschied zwischen einem Werkzeug und einer Blackbox.
Ein dritter Punkt ist die Wiederholbarkeit. Wenn ein Auftrag in einem eigenen Arbeitsplatz läuft, lässt er sich sauber starten, beobachten und abbrechen. Du musst nicht raten, in welchem Tab gerade etwas passiert, und du kannst denselben Ablauf später erneut anstoßen, ohne deine offene Sitzung neu aufzubauen.
Wie es aussehen könnte
Ein Auftrag bekommt seinen eigenen Arbeitsplatz. Darin kann der Sidekick Seiten öffnen und auslesen, ohne den aktiven Tab zu wechseln. Das passt zu einer Umgebung, in der Hintergrundarbeit nicht den Vordergrund blockiert.
- Der Arbeitsplatz bringt einen Browser, einen eigenen Dateibereich und die für den Auftrag freigegebenen Werkzeuge mit.
- Schritte und Zwischenstände werden als Arbeitsprotokoll festgehalten und bleiben einsehbar.
- Vor kritischen Aktionen – etwa ein Formular absenden oder eine Datei überschreiben – pausiert der Sidekick und bittet um Freigabe.
- Teilaufgaben lassen sich als Liste oder Board verfolgen, vom Start bis zum Abschluss.
- Über die MCP-Anbindungen im Hub kann ein Arbeitsplatz auch lokale Dateien oder freigegebene Dienste nutzen, wenn du das erlaubst.
Der Arbeitsplatz soll sich anfühlen wie ein Space, den man für eine Aufgabe aufmacht und danach wieder schließt: eigener Kontext, eigene Grenzen, ein klarer Anfang und ein klares Ende.
Wichtig ist die Abgrenzung. Ein Arbeitsplatz ist kein zweiter Browser, den du dauernd im Blick behalten musst. Er läuft für seinen Auftrag, meldet sich, wenn er eine Entscheidung von dir braucht, und übergibt am Ende ein Ergebnis. Läuft etwas schief, kannst du den Arbeitsplatz verwerfen, ohne dass dein eigener Browser, deine Dateien oder deine Anmeldungen davon berührt werden. Genau diese Trennung macht Hintergrundarbeit erst alltagstauglich.
Offene Fragen
- Wie stark muss die Isolation sein – eine eigene virtuelle Maschine, ein Container oder eine leichtere Abschottung?
- Welche Werkzeuge und Konten bekommt ein Arbeitsplatz, und wie werden diese Rechte pro Auftrag begrenzt?
- Wie lange lebt ein Arbeitsplatz, und was passiert mit seinen Dateien und Zwischenständen nach dem Auftrag?
- Wo wird das Arbeitsprotokoll gespeichert, und bleibt es vollständig lokal?
- Wie viele Arbeitsplätze dürfen gleichzeitig laufen, ohne den Rechner auszubremsen?